Wie du dich mit Achtsamkeit aus der Monotonie befreist

17/05/2021by Melanie0
Langweile
Hallo ihr Lieben,

die eingeschränkten Kontakt- und Freizeitmöglichkeiten durch Corona führen dazu, dass für viele Langeweile auf der Tagesordnung steht. Doch anstatt uns mit diesem Zustand anzufreunden, fliehen wir davor und stürzen uns in Arbeit, hängen stundenlang an unserem Smartphone oder verlieren uns in Drogen oder Alkohol. Nur leider nutzt sich jede Ablenkungsstrategie irgendwann ab und die Langeweile leistet uns erneut Gesellschaft. Doch das muss nicht sein, denn durch Achtsamkeit finden wir in der Monotonie eine Oase der Entspannung. 

Warum wir Langeweile als negativ empfinden

Langeweile ist ein Zustand des Wartens, ohne eigentlich zu wissen, worauf man wartet. Für einige geht dieser Zustand oft mit einer gedrückten, negativen Stimmung einher, der man mit allen Mitteln versucht zu entfliehen. So konnten Forscher bei Langeweile ein spezifisches Aktivitätsmuster im Gehirn identifizieren, dass bei der Entstehung von negativen Emotionen eine Rolle spielt. 

Langeweile wird oft mit Einsamkeit verbunden. Beides bedeutet, dass man sich vordergründig mit sich selbst beschäftigen bzw. mit sich selbst in Kontakt treten muss. Und genau das ist ein Zustand, der für viele unheimlich ist und negative Gedanken in uns auslöst. Doch im Grunde lehnen wir uns so nur selbst ab. So wie einen Freund oder eine Person, die wir meiden, weil wir keine Zeit mit ihr verbringen wollen, gehen wir auch uns selbst aus dem Weg.

Während wir Langeweile oft als unangenehm empfinden, liebt unser Gehirn eine gesunde Mischung aus Vertrautheit und Abwechslung. Ein Wechsel aus fokussierter Aufmerksamkeit und Nichtstun ist sogar das Sinnvollste, was wir unserem Gehirn schenken können. Gerade aus diesem Wechselspiel heraus entstehen Kreativität, Tatendrang und Neugier. Monotonie an sich ist also nicht schlecht. Wie bei allem im Leben kommt es nur darauf an, wie wir damit umgehen. Und genau hier hilft Achtsamkeit.

Wie uns Achtsamkeit aus der Monotonie befreit

Wenn wir uns im Zustand der Langeweile befinden, haben wir die Möglichkeit des Nichtstuns oder des Nichts tun. Wenn wir Nichtstun, dann lesen wir ein Buch, hören Musik oder lesen Nachrichten auf dem Handy. Wir lenken uns ab. Es ist eine Zeit, in der wir nicht produktiv sind und passiv konsumieren. Nichts tun hingegen bedeutet, tatsächlich nichts zu tun. Einfach nur zu sein. Bei Nichts tun lassen wir die Stille zu, die entsteht, während wir nichts tun. Und genau dieser Unterschied ist enorm wichtig, um Achtsamkeit in unser Leben zu lassen. 

Achtsamkeit ist vor allem eine Reise zu uns selbst, auf der wir lernen, uns selbst zu lieben und zu akzeptieren, so wie wir sind. In der Achtsamkeit lernen wir, uns dieser Langeweile bewusst auszusetzen, sie für uns zu nutzen und das Nichts tun zu genießen. Man betrachtet diese Zeit als einen Moment des Innehaltens. Zeit für sich selbst, eine Phase, in der man sich sammeln kann und in der neue Ideen reifen. Es bedeutet, sich mit sich selbst und seinen Gefühlen zu konfrontieren und eine liebevolle Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Diese Stille des Nichts tun findet man z.B. in der Meditation. Sie ist die Kunst, der Langeweile das Unangenehme zu entziehen. Und mit ein wenig Übung lernt man so, im Zustand der Monotonie keinen Mangel, sondern einen Zustand der Ruhe und Zufriedenheit zu erleben. 

Namaste 🙏

Melanie 

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