Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet die Konzentration auf den gegenwärtigen Augenblick, also auf das, was man in genau diesem Moment gerade tut. Man schenkt der Gegenwart seine 100%-ige und ungeteilte Aufmerksamkeit. Wenn man eine Aufgabe erledigt, dann konzentriert man sich ausschließlich auf diese Aufgabe. Es heißt im Hier und Jetzt zu leben und nicht in unzähligen sinnlosen Gedanken aus Vergangenheit und Zukunft. 

In der Achtsamkeit geht es nicht darum, irgendwo hinzukommen, sondern dort anzukommen, wo man bereits ist, im gegenwärtigen Augenblick. Es bedeutet, aus unserem oft zermürbenden Gedanken-Karussell herauszukommen und den Fokus auf das zu legen, was genau in diesen Moment passiert. In der Achtsamkeit lernen wir, die Dinge in unserem Leben so anzunehmen, wie sie sind. In dem man eine Situation, ein Gefühl oder eine Emotion einfach akzeptiert, lassen die Gedanken und der daraus resultierende Stress oft von allein nach. Die aufsteigenden Gedanken, Gefühle und Emotionen werden einfach nur beobachtet und dann lässt man sie wie Wolken am Himmel weiterziehen. Diese Wolken teilt man in der Achtsamkeit auch nicht in große, kleine, gute oder schlechte Wolken ein. Man versucht die Gedanken oder Geschehnisse nicht zu bewerten. Etwas was heute positiv ist, kann morgen negativ sein und umgedreht. Und im Grunde führt selbst jede negative Erfahrung irgendwie auch zu etwas positivem. 

Achtsamkeit lässt uns verstehen, dass Gedanken lediglich Gedanken sind, jedoch nicht die Wahrheit dessen was ist. Das unterstützt uns dabei, nicht jeden unserer Gedanken allzu ernst zu nehmen und sich nicht mehr mit allem zu identifizieren, was uns tagtäglich an Gedanken in den Kopf kommt. Unser Gedankenrad wird langsamer und das Drama, das wir oft selbst in unserem Kopf erzeugen, wird weniger. Das Gehirn hat wieder genug Kapazität, sich auf Entdeckungsreise zu begeben, anstatt sich ständig seiner eigenen alten Muster und Schubladen zu bedienen.

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