Warum die Stille der Achtsamkeit für unser Gehirn so wichtig ist

01/02/2021by Melanie0
Stille Blog
Hallo ihr Lieben,

für manche ist Stille etwas Unangenehmes und manche lieben es genau wie ich, in völliger Stille den Moment zu genießen. Wenn Stille Unwohlsein auslöst, dann liegt das oft daran, dass wir es in unserer heutigen lauten Welt der Dauerbeschallung kaum noch kennen, völlige Stille zu erleben. Doch für unser Gehirn und unser Wohlbefinden ist Stille sehr wichtig.

Warum Stille für unser Gehirn so wichtig ist

In unserem Alltag sind wir pausenlos einem Geräuschpegel ausgesetzt. Die brummende Klimaanlage, das Klingeln des Handys, Musik beim Einkaufen, Autolärm oder der Lärm der eigenen Gedanken. Das dieser ständige Lärmpegel auf Dauer nicht gesund ist, belegen mittlerweile viele Studien, die z.B. negative Wirkungen auf unser Herz-Kreislauf-System feststellen konnten.

Dies liegt darin begründet, dass eine zu hohe und dauerhafte Lärmbelastung unser Stresssystem aktiviert, welches unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller und unsere Muskeln spannen sich an. Kurzfristig steigert das unsere Leistungsfähigkeit, aber auf Dauer schadet es unserem gesamten Organismus.

Stille hilft unserem Gehirn zu regenerieren. Jede Sekunde prallen auf unser Gehirn mehr als 11 Millionen Informationen ein, die wir über unsere Augen und unsere Ohren, aber auch durch Riechen, Schmecken und Fühlen wahrnehmen. Die Aufgabe unserer Schaltzentrale ist es nun, all diese Informationen zu filtern, damit wir uns auf das konzentrieren können, was für uns gerade wichtig ist. Je mehr Input unser Gehirn bekommt, je schneller ist unser Konzentrationsvermögen erschöpft. Wir sind so weniger in der Lage, unsere Gedanken auf eine bestimmte Aufgabe zu fokussieren. Der Akku ist schnell leer und dies führt zu Müdigkeit und Leistungsabfall.

Warum die Stille der Achtsamkeit die Akkus wieder auffüllt

Die Stille in der Achtsamkeit bzw. die reizarme Umgebung während der Meditation helfen unserem Gehirn dabei, seine Akkus wieder aufzuladen. Es muss nicht permanent zwischen Millionen von Reizen hin und her switchen, so dass es in dieser Zeit wieder etwas Energie tanken kann.

Am besten gelingt dieser Effekt in der Natur. Vor einigen Jahren konnte sich der Großteil von uns unter dem Wort „Waldbaden“ nicht wirklich etwas vorstellen. Menschen, die einen Baum umarmen, wurden belächelt und für leicht verrückt erklärt. Doch mittlerweile haben sich viele neue Berufsbilder wie etwa der Wald-Achtsamkeitstrainer, der Wald-Therapeut oder der Natur-Coach etabliert. Und das liegt vor allem daran, dass Pflanzen eine beruhigende Wirkung auf uns haben, Stress reduzieren, unsere Akkus wieder aufladen und uns leistungsfähiger machen.

Natur erleben wir nur im Hier und Jetzt. Oftmals verstummt der Lärm unserer Gedanken und wir nehmen nur das Rauschen des Waldes oder Windes wahr. Dies gleicht einer Meditation und hat daher den gleichen Effekt auf unser Gehirn. Wenn es dir also schwer fällt in der Meditation Stille zu erreichen, dann versuche regelmäßig in der Natur einen Anker zu finden, um deine Akkus wieder aufzuladen.

Namaste 🙏

Melanie 

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