Warum sich unser Gehirn bis ins hohe Alter verändern lässt und Achtsamkeit der Schlüssel ist

14/12/2020Melanie0
Blog Neuroplastizität
Hallo ihr Lieben,

ich denke jeder von uns hat Gewohnheiten oder Persönlichkeitseigenschaften, die er an sich selbst nicht so gern mag. Während uns früher beigebracht wurde, dass man sich im Alter nicht mehr wirklich verändern kann, weiß die Forschung mittlerweile, dass sich unser Gehirn und damit unsere Persönlichkeit bis ins hohe Alter formen und verändern lässt. 

Warum unser Gehirn sich ständig verändert 

Ich kann mich noch gut an meine Schul- und Studienzeit erinnern, als mir beigebracht wurde, dass sich unser Gehirn, sobald es ausgewachsen ist, nicht mehr verändern lässt und die Leistung sogar mit zunehmendem Alter kontinuierlich abnimmt. Der technische Fortschritt hat jedoch entscheidend dazu beigetragen, dass die Wissenschaft heute weiß, dass dies ein großer Irrtum war. Unser Gehirn ist aufgrund seiner Neuroplastizität jeden Tag aufs Neue in der Lage, sich zu formen und zu verändern. 

Neuroplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns sich selbst zu ändern, zu regenerieren und neu zu strukturieren. Selbst in unseren Genen verankerte Verhaltensweisen können durch die neuronale Plastizität unseres Gehirnes verändert werden. Dank der Neuroplastizität des Gehirns ist es möglich, unser Gehirn weiterzuentwickeln. Wir können lernen, nicht mehr in gewohnte, sich ständig wiederholende und oftmals ungesunde Verhaltensmuster zu verfallen, die sich in uns durch unsere Gene und unseren vergangenen Erfahrungen gebildet haben. Neuroplastizität ermöglicht unserem Steinzeit-Gehirn seine gewohnten inneren Verbindungen aufzugeben und komplett neue Trampelpfade anzulegen. 

Man kann diese Eigenschaft unseres Gehirns an folgendem Bild ganz gut erläutern:

Ente_Hasen_Köpfe.jpg

Die meisten Menschen erkennen bei diesem Bild als erstes eine Ente. Unser Gehirn erkennt ein vertrautes Muster eines Vogels und interpretiert dies als Ente. Nun versuchen wir auf dem Bild keinen Vogel, sondern einen Hasen zu sehen. Wir bringen auf diese Weise unser Gehirn dazu, seine gewohnten inneren Verbindungen aufzugeben und neue Muster und Verbindungen anzulegen. Oftmals sehen wir dann sogar eher einen Hasen, als eine Ente – das ist Neuroplastizität.

Wieso Achtsamkeit der Schlüssel für Veränderung ist

Durch die Neuroplastizität unseres Gehirns besitzen wir also die Fähigkeit, unser Betriebssystem selbst neu zu programmieren. Hierfür bedarf es laut neurowissenschaftlicher Forschungen vor allem der Konzentration auf den gegenwärtigen Moment, also auf das was wir gerade tun. Wenn wir etwas erleben, ohne uns bewusst darauf zu konzentrieren, löst dies keine Veränderungen im Gehirn aus. Aufmerksamkeit ist also die Voraussetzung für Neuroplastizität und Aufmerksamkeit ist sozusagen die Seele der Achtsamkeit.

Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben und sich genau auf das zu konzentrieren, was wir gerade tun. Auf diese Weise vernetzen wir unser Gehirn besser und können neue Trampelpfade legen. Mittels eines regelmäßigen Trainings können wir so neue Muster anlegen und unser Gehirn ständig weiterentwickeln. Mit speziellen Übungen können wir z.B. Fertigkeiten wie Empathie, Intuition, Fokus oder Kreativität bewusst steigern oder lernen, besser mit Ängsten oder Stress umzugehen.

Namaste 🙏

Melanie

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