Warum Abnehmen so schwer ist

04/05/2020Melanie0
Blog Abnehmen

Hallo ihr Lieben,

ich denke fast jeder hat seit Corona etwas an Gewicht zugenommen und auch wenn der Sommer-Urlaub dieses Jahr anders sein wird, wollen doch die meisten ihren Winterspeck vorher loswerden. Nur oft wird aus dem Winterspeck eher Zusatzspeck und als Sahnehäubchen gibt es noch ein schlechtes Gewissen über das eigene Versagen obendrauf. Wir erkennen zwar unsere Niederlage, aber gegen wen und warum wir verloren haben, wissen wir nicht. Warum ist Abnehmen eigentlich so schwer und wie funktioniert es ohne den oft üblichen Zusatz-Speck?

Die Entscheidung abzunehmen, trifft zunächst unser Bewusstsein. Aber nur weil mein Bewusstsein sagt, ich will jetzt abnehmen, sieht das mein Unterbewusstsein noch lange nicht genauso. Und zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein besteht ein Kräfteverhältnis von 1:9. Ich denke da braucht man kein Mathegenie zu sein, um sich auszurechnen, dass es für unser Bewusstsein nicht gerade einfach ist, gegen diese Macht von 90% Unterbewusstsein anzugehen. 

Nun entsteht Winterspeck auch nicht unbedingt durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung, sondern gerade ungesunde, industriell hergestellte Nahrung führt zu den unerwünschten Zusatz-Pfunden. Nur leider spiegelt sich diese Ernährung nicht nur negativ auf der Waage wieder. Ungesundes Essen hat nicht nur einen negativen Effekt auf unseren Körper, sondern auch auf unser Gehirn. Wenn man ein Auto mit dem falschem Kraftstoff tankt, kann das zu teuren Schäden führen. Warum soll es da unserem Gehirn anders gehen? Es funktioniert nicht mehr mit voller Kraft und diese Schwäche macht uns anfälliger. Obendrauf kommt noch Stress, Reizüberflutung und das übliche Drama im Kopf, da nützen auch die besten Vorsätze nichts, da wird man irgendwann einfach wieder schwach und unterliegt dem Geplapper des Unterbewusstseins. Aber warum will es mich davon abbringen, gesünder zu leben? 

Das liegt zum einen an unseren inneren Glaubenssätzen. Und die schlummern gut behütet in den Schubladen unserer Vergangenheit. Wir haben es nie geschafft, warum soll es jetzt funktionieren? Aber auch unser Körper hat eine entscheidende Rolle bei diesem Kräftemessen. Denn Essen macht vor allem eins – glücklich. 

Körper und Gehirn sind über unendlich viele Nervenzellen miteinander verbunden. Und kommuniziert wird über Signale und Botenstoffe. Wenn man nun einen schlechten Tag hatte, viel Stress, der Partner nervt oder man sich einsam fühlt, dann hilft unsere tägliche kleine Mini-Droge – Essen. Essen schüttet Dopamin aus und das macht glücklich. Selbst ein Gedanke an Essen kann bereits zur Ausschüttung von Dopamin führen. Es befriedigt uns und erzeugt einen wohligen Cocktail in unserem Körper. 

Wenn man nun über längere Zeit unbewusst Essen nutzt, um Dopamin auszuschütten, führt das dazu, dass unser Körper nur sehr ungern auf dieses Glücksgefühl verzichten will. Auch der Magen hat sich schnell an das mehr an Essen gewöhnt und will genau die Menge auch wieder von uns gefüttert bekommen. Und so feuert unser Körper Signale und unser Unterbewusstsein formt daraus munter Gedanken in Form von sehr kreativen Einfällen, warum man dann doch jetzt unbedingt wieder etwas essen sollte. Oft bekommen wir es noch nicht mal mit und werden nur vom Licht des Kühlschrankes wieder ins Bewusstsein geholt. 

Doch wie schaffe ich es, diesen Mechanismus zu durchbrechen? Wie schaffe ich es nicht der Hampelmann meines Unterbewusstseins und der Signale meines Körpers zu sein?

Achtsamkeit schafft Bewusstheit. Durch Achtsamkeit lernst du, dass du nicht deine Gedanken, Gefühle und Emotionen bist. Du hast Gedanken, aber du bist nicht deine Gedanken. Du lernst also nicht einfach allem blind zu folgen, was dir dein Unterbewusstsein als Hauptentwickler deiner Gedanken tagtäglich vorplappert. Achtsamkeit weckt den sogenannten inneren Beobachter in dir. Du betrachtest den ständig plappernden kleinen Affen in deinem Kopf quasi aus der Vogelperspektive und kannst so sehr gut die Strategien durchschauen, die dich von deinen Vorsätzen abhalten sollen. 

Wer achtsam lebt, konsumiert weniger, bewusster und nachhaltiger. Und das macht sich vor allem in der Ernährung bemerkbar. Ein positiver Nebeneffekt der Achtsamkeit ist das man fast von selbst, mehr über die Herkunft seiner Nahrung wissen möchte und das man sich bewusst gesünder ernährt und mehr bewegt. Achtsamkeit führt auch dazu, dass wir die Signale des Körpers wieder wahrnehmen. Man lernt die Signale des Körpers wieder zu hören. Ob nun Sättigungsgefühle oder was uns gut tut und oder was wir brauchen, um unser inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Und das macht sich in Summe selbstverständlich vor allem auch auf der Waage bemerkbar. Aber nicht in Zusatz-Speck, sondern in purzelnden Pfunden und mehr Lebensenergie.

Das alles passiert leicht und fast wie von selbst. Ohne Druck und Zwang. Ohne Plan und Ziel. Es ist der Weg und der erfordert nur eins, eine regelmäßige Praxis.

Namaste 🙏

Melanie

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