Wie du mit Meditation deine Festplatte umprogrammierst

11/05/2020Melanie0
Festplatte

Hallo ihr Lieben,

während mir früher in der Schule noch beigebracht wurde, dass sich unser Gehirn ab dem Erwachsenenalter nicht mehr verändert, weiß die Wissenschaft mittlerweile, dass unsere Schaltzentrale dazu in der Lage ist, sich selbst noch bis ins hohe Alter immer wieder neu zu erfinden. Diese außergewöhnliche Eigenschaft unseres Gehirns trägt den Namen Neuroplastizität. 

Neuroplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns sich selbst zu ändern, zu regenerieren und neu zu strukturieren. Selbst in unseren Genen verankerte vorprogrammierte Verhaltensweisen können durch die neuronale Plastizität unseres Gehirnes verändert werden. 

Unsere Festplatte besitzt also die Fähigkeit, sich selbst neu zu programmieren. Und genau diese Fähigkeit nutzt man im Rahmen von Veränderungen. Hierfür macht man sich eine weitere Eigenschaft zu Nutze. Unser Gehirn kennt keinen wirklichen Unterschied, ob es eine Handlung tatsächlich ausführt oder man es sich nur gedanklich vorstellt. Wenn etwa eine Person regelmäßig Klavier spielt und jemand anderes stellt sich dies nur intensiv gedanklich vor, dann führt es fast zu den gleichen Übungseffekten, als wenn man real Klavier übt. 

Nur allein unsere Vorstellung eignet sich also dazu, in unserem Gehirn neue neuronale Schaltkreise anzulegen und zu stärken. Wir können unser Gehirn also einfach durch denken umprogrammieren. Was auch immer wir wiederholt denken und fühlen, erschafft langsam eine neue neuronale Struktur. Neurowissenschaftler sagen dazu „Neurons that fire together wire together“. Neuronen, die zusammen feuern, verknüpfen sich auch miteinander. Stelle ich mir nun z.B. vor, wie ich künftig in einer bestimmten Situation reagiere, so feuern und verknüpfen sich die Nervenzellen miteinander und neue Trampelpfade im Gehirn entstehen. Umgekehrt verschwinden alte neuronale Pfade, wenn wir sie nicht mehr nutzen. Irgendwann bricht die Verbindung einfach ab. Ein ehemaliger Weg der mit negativem assoziiert wird, verschwindet und ein neuer positiver Weg öffnet sich. 

Zum Umprogrammieren unserer Festplatte eignen sich zwei Übungen besonders gut. Zum Einen das regelmäßige Aufsagen positiver Sätze wie etwa „ich schaffe es“ oder  „ich glaube an mich“. Man nennt dies Affirmationen. Eine viel wirkungsvollere Übung ist allerdings die sog. affirmative Meditation. Bilder sprechen bekanntlich immer mehr als Worte und so stellt man sich im Rahmen dieser Meditation den wünschenswerten Zustand einfach bildlich vor. Man dreht quasi seinen eigenen Spielfilm. Unsere Neuronen feuern wie wild und das positive Gefühl, welches der Film in uns auslöst, verfestigt sich immer und immer tiefer in uns. Neue Muster entstehen und alte schwinden.

Mit unseren neuronalen Pfaden im Gehirn verhält es sich wie mit Muskeln, je mehr ich sie trainiere je stärker werden sie. Gleichzeitig müssen wir regelmäßig trainieren, sonst schläft der Muskel wieder ein. Um maximale Effekte mit der affirmative Meditation zu erzielen, wird empfohlen, sie zweimal täglich am besten morgens direkt nach dem Aufstehen und Abends vor dem Schlafen gehen auszuführen. Im schläfrigen Zustand gibt sich unser Gehirn dem was passiert leichter hin und leistet weniger Widerstand in Form von Gedanken.

Zusätzlich kann unser Gehirn durch die Aktivierung bestimmter Gehirn-Areale im Rahmen der Meditation sogar an Größe zunehmen. Es vernetzt sich also nicht nur besser, es wächst auch. Veränderung, Loslassen von alten Mustern und mehr Power, alles hervorgerufen durch seine eigenen Spielfilme. Klingt surreal, funktioniert aber. Probiert es aus und seid euer eigener Regisseur.

Namaste 🙏

Melanie

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