Wie Achtsamkeit uns vor Manipulation schützt

11/01/2021Melanie0
Manipulation
Hallo ihr Lieben,

viele denken bei dem Titel „wie Achtsamkeit uns vor Manipulation schützt“ sicherlich, mich kann man nicht beeinflussen, doch wir lassen uns weit mehr durch andere Menschen, Werbung oder soziale Medien beeinflussen, als uns das allen bewusst ist. Gleichzeitig ist unser Leben mittlerweile so komplex, dass unser Gehirn sich auf Daumenregeln verlässt, die von anderen gern dafür benutzt werden, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Doch wie lässt sich unser Gehirn manipulieren und welche Rolle spielt hier Achtsamkeit?

Wie sich unser Gehirn manipulieren lässt

Wissenschaft und Forschung setzen sich schon seit vielen Jahren damit auseinander, wie und warum wir uns so leicht beeinflussen lassen. Und die Erkenntnisse werden seit Jahren erfolgreich in Medien, Werbung, Politik, Vertrieb, aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungen und Partnerschaften eingesetzt. 

Bei den meisten Methoden wird das Verlangen des Menschen ausgenutzt, dass wir von anderen positiv gesehen werden wollen. Was andere Menschen denken, sagen oder wie sie handeln wirkt sich unmittelbar auf unser Gehirn aus. Gleichzeitig hängt unser Selbstwertgefühl stark davon ab, was andere von uns denken und wie sie sich uns gegenüber verhalten. Wir tun etwas, damit die Gesellschaft oder andere Menschen uns positiv sehen. Da dieses Verlangen bei uns Menschen sehr tief verwurzelt ist, kann es auch sehr leicht ausgenutzt werden und so wird uns oft direkt oder indirekt eingetrichtert, was wir doch tun sollten, um gesellschaftlich anerkannt zu sein. Das dahinter oft finanzielle Ziele stehen, wird natürlich gern verschwiegen. 

Daumenregeln und Stereotype

Eine andere Eigenschaft unseres Gehirns, die gerade in unserer heutigen Zeit immer häufiger für Beeinflussung genutzt wird, ist das Bilden von Daumenregeln oder Stereotypen. Unser Gehirn ist mit der Komplexität unserer Welt so überfordert, dass es versucht, unseren Alltag so gut es geht zu vereinfachen und zu automatisieren. Es bildet Daumenregeln, die es anwendet, um nicht permanent entscheiden oder analysieren zu müssen. Uns fehlt einfach die Zeit und Energie dazu, also verlassen wir uns auf Faustregeln. 

Ein weit verbreiteter Stereotyp ist „Teuer = Gut”. Wenn etwas teuer ist, gilt es automatisch als gut. Oftmals wird gar nicht wirklich geprüft, wie die Qualität ist oder wo das Produkt hergestellt wurde. Es wird einfach gekauft, auch wenn die Qualität manchmal sogar schlechter ist. In den sozialen Medien ist eine derartige Faustregel „Anzahl der Follower = gutes Profil“. Auch wenn man einen Beitrag von einem Profil mit wenigen Followern gut findet, wird dem Profil nicht gefolgt, sondern lediglich geliked. Dahingegen werden Profile mit vielen Followern ohne darüber nachzudenken sofort abonniert. Es wird also als erstes auf die Anzahl und nicht auf den Inhalt geschaut. Diesen Mechanismus nutzen natürlich viele aus und so kann man heute für wenig Geld Follower kaufen und auf diese Weise neue Follower gewinnen. 

Wie Achtsamkeit uns vor äußeren Beeinflussungen schützt

Die Komplexität und das Tempo unserer Welt führt immer mehr dazu, dass unser Gehirn uns in den Autopilotmodus schickt. Wir leben in der Vergangenheit, Mustern und Daumenregeln. Die Zeit in unserem Leben wird immer knapper, wir sind gestresster denn je und manchmal mental so erschöpft, dass wir kaum noch in der Lage sind, überlegt zu handeln. Als Folge verlassen wir uns immer mehr auf die beschriebenen Stereotype und werden so immer anfälliger für die Manipulation durch andere.

Achtsamkeit hilft uns, in dieser Welt wieder mehr anzukommen. Sie mindert Stress und mentale Erschöpfung und lehrt uns, im Hier und Jetzt zu leben. Im gegenwärtigen Moment ist der Autopilot nicht möglich. Wir nehmen alles bewusst und voll konzentriert wahr und verlassen uns so viel weniger auf Daumenregeln. Gleichzeitig wird uns wesentlich schneller bewusst, wann und ob uns jemand beeinflussen will. Wir finden wieder Zugang zu unserer Intuition, die uns sehr schnell zu verstehen gibt, dass hier etwas faul ist.

Sicherlich schützt uns Achtsamkeit nicht vor allen Beeinflussungsversuchen, aber sie macht uns hellhöriger und befreit uns, von dem Verlangen, dass jeder uns mag. Achtsamkeit führt zu einer gesteigerten Selbstakzeptanz, die zu einer Reduzierung unserer angeborenen Abhängigkeit nach Anerkennung durch andere führt. Man ist mit sich selbst im Reinen und braucht nicht mehr die Bestätigung durch andere. Das schafft eine Freiheit, die uns von vielen negativen Emotionen und Gedanken befreit, die aus der Außenwelt kommen und die oft dazu führt, dass wir uns von anderen beeinflussen lassen.

Namaste 🙏

Melanie 

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