Warum Selbstreflexion die Basis für Achtsamkeit ist

21/12/2020Melanie0
Blog SElbstreflexion
Hallo ihr Lieben,

die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist für jeden von uns die perfekte Zeit, um etwas Ruhe in unseren hektischen Alltag zu bringen und ein wenig zu entschleunigen. Viele nutzen die Zeit genau wie ich auch, um das vergangene Jahr zu reflektieren. Doch Selbstreflexion ist eine wichtige Übung, die wir nicht nur am Ende des Jahres, sondern täglich in unser Leben integrieren sollten.

Warum Selbstreflexion so wichtig ist

Wenn man sich weiterentwickeln will, dann ist es wichtig, alte Gewohnheiten und Muster, die wir über Jahre fest verankert haben, zu erkennen, aufzulösen und zu dem zurückzukehren, was unser wahres Sein wirklich ausmacht. Achtsamkeit in sein Leben zu integrieren bedeutet daher auch, sich auf die Reise zum eigenen Ich zu begeben. Wenn wir einen Koffer für diese Reise packen und nur die Dinge mitnehmen, die wir für diese Reise unbedingt brauchen, dann ist es Selbstreflexion. Ohne dass wir uns regelmäßig selbst hinterfragen, werden wir immer irgendwie auf der Stelle treten oder gefühlt im Kreis laufen. Indem wir uns mit uns selbst, unserem alten, gewohnten Ich, dass im Betriebssystem unseres Unterbewusstseins verankert ist, beschäftigen, beginnen wir uns selbst auf die Schliche zu kommen und langsam zu verändern. 

Selbstreflexion bedeutet, über sich selbst nachzudenken, seine Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu analysieren und bewusst zu hinterfragen, mit dem Ziel mehr über sich selbst herauszufinden. Dies können wir in der Gruppe, mit Freunden oder der Familie praktizieren. Es ist jedoch sehr wichtig, dass wir uns auch Zeit für uns allein einräumen. Indem wir uns zurückziehen und äußere Reize ausgrenzen, können wir uns ausschließlich auf die Wahrnehmung unserer Gedanken und Gefühle konzentrieren, da die Beobachtung den Autopiloten in uns unterbricht. Doch genau vor dem Alleinsein haben viele Angst. Kaum etwas macht uns mehr Angst, als allein zu sein. Mit sich allein sein bedeutet, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen müssen. Doch ist die Angst vor dem Alleinsein in Wirklichkeit nur die Angst vor uns selbst. Alleinsein ist eine Notwendigkeit. Nur so können wir eine liebevolle Verbindung zu uns selbst aufbauen. Wenn wir uns also Zeit zum Reflektieren nehmen, dann sollte diese Zeit bewusst allein sein. 

Wie man Selbstreflexion üben kann

Bei der Selbstreflexion geht es vor allem darum, die richtigen Antworten zu finden, also ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. Hier eigenen sich alle W-Fragen, die wir uns zu Themen aus unserem Berufsalltag, unserer Vergangenheit oder unserem eigenen Ich stellen. Wenn wir eine Antwort auf die Frage haben, sollten wir wieder mit einer weiteren Frage kontern und das so lange, bis wir zum Ursprung oder Kern vorgedrungen sind.

Ein Spaziergang ist ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit der Selbstreflexion. Eine der besten Methoden ist jedoch das Schreiben eines Tagebuches. Ich empfehle jeden, der sich mit Achtsamkeit beschäftigt, regelmäßig Tagebuch zu führen. Das tägliche Schreiben eines Tagebuches hilft, sich besser kennenzulernen. Es hilft, seine Gedanken und Gefühle besser zu verstehen und manches wird sich beim Schreiben fast automatisch klären oder ordnen. Das Tagebuchschreiben kann dabei als Achtsamkeit gegenüber unseren eigenen Gedanken und Gefühlen verstanden werden.

Wer Schwierigkeiten hat, seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen und Angst hat, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen, für den ist ein Achtsamkeit-Journal eine gute Alternative. Es regt dazu an, Tag für Tag jeweils morgens und abends für ein paar Minuten in sich zu gehen und sich auf etwas Positives zu fokussieren. Dies hilft den Tag mit positiven Gedanken zu beginnen und abends mit einem Gefühl der Dankbarkeit abzuschließen.

Namaste 🙏

Melanie

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