Warum Achtsamkeit uns zu Entdeckern macht

05/04/2021by Melanie0
Blog Veränderung
Hallo ihr Lieben,

und täglich grüßt das Murmeltier – ein Film, in dem Bill Murray jeden Tag immer wieder das Gleiche erlebt. Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann ist unser Leben oftmals nicht anders. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, denn wenn die Dinge immer gleich ablaufen, dann hat das durchaus seine Vorteile. Es entlastet uns und gleichzeitig macht es unser Leben auch unendlich fade. Doch um wirklich glücklich zu sein, brauchen wir Veränderung. 

Warum Veränderung wichtig ist

Wir stehen zur gleichen Uhrzeit auf, essen das gleiche Frühstück, gehen den gleichen Weg zur Arbeit oder sitzen bedingt durch Corona seit Monaten im Homeoffice fest. Abends liegen wir wie immer auf der Couch und gehen zur gleichen Uhrzeit ins Bett. Wir sind gefangen in unseren eigenen Gewohnheiten und befinden uns in einer nie enden wollenden Dauerschleife unseres langweiligen Alltages. 

Auch unser Gehirn befindet sich ab dem 35-zigsten Lebensjahr in einer Art Dauerschleife. Mit 35 Jahren erreichen wir ein Alter, in dem 95 % unserer Persönlichkeit aus Erinnerungen, Gewohnheiten, Mustern, fest eingebrannten Einstellungen, Glaubenssätzen, Überzeugungen und Routinen besteht, die stupide einfach wie ein Computerprogramm abgespult werden. Wir glauben zu wissen, was passiert, warum es passiert oder was passieren könnte und sind so in unseren eigenen Schubladen verhaftet. 

Das liegt daran, dass unser Gehirn so konstruiert ist, dass es sich schnell an Veränderungen in unserer Umgebung anpasst. Man bezeichnet dies als Gewöhnungseffekt. Je vertrauter etwas ist, umso weniger Energie verwendet unser Gehirn darauf. Je öfter wir etwas wiederholen, desto besser können wir das Ergebnis vorhersagen – und das optimiert unser Handeln. Vertrautheit macht aber auch gleichgültig, unsere Aufmerksamkeit, aber vor allem der Spaß an dem, was wir tun, lässt nach. Vorhersehbarkeit ist für unseren Denkapparat beruhigend, doch unser Gehirn sucht gleichzeitig auch ständig das Neue. Da unsere körpereigene Intelligenz immer nach einem Gleichgewicht strebt, braucht auch unser Gehirn ein Gleichgewicht zwischen Vertrautem und Neuem. Nur ein gut gemixter Cocktail aus beidem macht uns wirklich glücklich. 

Wie Achtsamkeit den Entdecker in uns weckt

Wenn wir heute in einer neuen, ungewohnten Situation sind, fühlen wir uns oft unwohl. Automatisiert bewerten wir sofort was wir hören oder sehen und ordnen es einer unserer gewohnten Schubladen zu. Wir sehen die Dinge nicht so wie sie wirklich sind, wie sehen sie durch den Filter unserer Vergangenheit. 

Hier hilft uns Achtsamkeit, denn Achtsamkeit weckt einen Anfängergeist in uns. Indem wir uns vollständig auf das Hier und Jetzt konzentrieren, nehmen wir den Moment ohne Bewertung und Schubladen aus unserer Vergangenheit wahr. Das befreit uns aus alten Denkgewohnheiten. Wir betrachten die Dinge, als wenn wir sie mit den Augen eines Kindes sehen. Das ermöglicht uns, Situationen oder Dinge neu zu erfassen und zu ganz anderen Schlüssen als bisher zu kommen. 

Neben der Konzentration auf den gegenwärtigen Augenblick ist es gleichzeitig wichtig, auch immer wieder etwas Frische in unsere alten Routinen zu bringen und immer mal wieder etwas anders zu machen. Dafür muss man nicht jeden Tag die Welt umrunden, es reicht schon, wenn man ganz bewusst jeden Tag nur eine Sache versucht anders zu machen. Die Zähne mit der anderen Hand putzen, Tee statt Kaffee oder einfach mal zu Fuß statt mit dem Auto zur Arbeit. Diese kleinen Dinge durchbrechen unsere Dauerschleife und bringen wieder mehr Frische in unseren oft so faden Alltag.

Namaste 🙏

Melanie 

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