Warum wir uns kaum noch konzentrieren können und wie du mit Achtsamkeit in den Flow kommst

30/11/2020Melanie0
Flow
Hallo ihr Lieben,

ich denke die meisten von uns kennen das Gefühl, sich kaum noch wirklich auf etwas konzentrieren zu können. Manchen fällt es bereits schwer, eine Seite in einem Buch zu lesen oder sich 1min später daran zu erinnern, was sie überhaupt gelesen haben. Doch warum führt unsere Arbeitswelt dazu, dass wir uns kaum noch wirklich konzentrieren können und gleichzeitig immer mehr den Spaß an unserer Arbeit verlieren?

Warum wir uns kaum noch konzentrieren können

Das Arbeitsleben hat sich infolge der voranschreitenden Digitalisierung nicht nur für den typischen „Büromenschen“ massiv verändert. Während man sich früher überwiegend auf die Erledigung einer Aufgabe konzentriert hat und dankbar war, wenn mal jemand für einen kurzen Plausch bei uns vorbeigeschaut hat, sind wir heute einer Flut von Anrufen, E-Mails, Nachrichten oder Meetings ausgesetzt, die uns ständig aus unserer eigentlichen Arbeit herausreißen. Für viele zählen 150 – 300 E-Mails am Tag mittlerweile zur Normalität und ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, an denen ich 6 Stunden oder länger am Tag in Meetings verbracht habe. Doch wann kommt man so eigentlich noch effektiv zum Arbeiten? Und wie oft fragen wir uns am Ende des Tages, was wir überhaupt geschafft haben? 

Unterschiedlichste Studien haben herausgefunden, dass wir uns auf Arbeit mehr als 2 Stunden am Tag durch innere und äußere Einflüsse ablenken lassen und alle 2-5min eine Unterbrechung unserer aktuellen Aufgabe erfolgt. Anschließend brauchen wir mindestens 1,5min oder länger, um uns wieder daran zu erinnern, was wir vorher gemacht haben und müssen uns dann wieder neu in das Thema hineindenken. 

Die digitale Ära hat uns die Arbeit in vielerlei Hinsicht zwar erleichtert und neue Chancen eröffnet. Doch leider erkaufen wir diese Vorteile mit einer permanenten Reizüberflutung und einer damit einhergehenden Überforderung unseres Gehirns. Als Folge sinkt unser Konzentrationsvermögen seit Jahren kontinuierlich. Die Wissenschaft spricht mittlerweile bereits von einer antrainierten Aufmerksamkeitsstörung, da Hirnregionen, die für unser Konzentrationsvermögen und unsere Aufmerksamkeitsspanne verantwortlich sind, immer mehr degenerieren. Das macht sich u.a. darin bemerkbar, dass wir oft nicht so recht wissen, wo wir anfangen sollen, wir spüren eine innere Unruhe in uns, lassen uns schnell ablenken, oder haben Schwierigkeiten Prioritäten zu setzen. 

Die stetige Abnahme unseres Konzentrationsvermögens hat jedoch nicht nur einen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit. Sie hat auch Einfluss darauf, ob uns eine Aufgabe wirklich Spaß macht, wir einen Sinn in unserem Job sehen oder in einem guten Teamgefüge arbeiten. So konnten Forschungen belegen, dass Spaß an einer Aufgabe weniger von der Art der Tätigkeit abhängt, sondern ob man sich voll darauf fokussieren kann. Das wir immer mehr die Freude und den Spaß an dem verlieren, was wir tagtäglich tun, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass wir uns kaum noch wirklich auf unsere Arbeit konzentrieren können. 

Wie Achtsamkeit uns in den Flow bringt

Achtsamkeit fördert genau die Fertigkeiten, die das menschliche Gehirn im digitalen Zeitalter benötigt, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Achtsamkeit bedeutet, sich auf das zu fokussieren, was man in dem Augenblick gerade tut. Man kann Achtsamkeit auch als Aufmerksamkeitstraining bezeichnen. Sie hilft uns dabei, uns weniger durch innere und äußere Einflüsse ablenken zu lassen. Auf diese Weise führt Achtsamkeit dazu, dass wir unser Konzentrationsvermögen kontinuierlich steigern. Gleichzeitig hilft es, dass sich unser Gehirn besser vernetzt, was sich zusätzlich positiv auf unsere Leistungsfähigkeit auswirkt.

Wenn wir uns vollständig auf eine Tätigkeit fokussieren, dann klaut uns diese Tätigkeit keine Energie, sondern erzeugt Energie. Wir fühlen uns frisch und sind voller Tatendrang. Im besten Fall kommen wir so in einen Flow-Zustand. Wir vergessen Raum und Zeit, können unser volles Potential abrufen, sind kreativ und bringen Bestleistungen hervor. In einem Flow-Zustand erleben wir eine unglaubliche Freude, an dem was wir tun. Durch ein regelmäßiges Achtsamkeitstraining können wir unseren Fokus-Muskel wieder stärken. So verschaffen wir uns nicht nur mehr Leistungsfähigkeit, sondern haben auch wieder viel mehr Spaß an dem was wir tun.

Namaste 🙏

Melanie

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