Warum Handys süchtig machen und wie du mit Achtsamkeit den Stecker ziehst

28/09/2020Melanie0
Handy
Hallo ihr Lieben,

jedesmal, wenn ich Joggen gehe, bin ich erstaunt darüber, dass Menschen selbst bei einem Spaziergang im Wald auf ihr Handy starren und so die Schönheit der Natur gar nicht wirklich wahrnehmen. Natürlich erwische ich mich selber auch oft dabei, wie ich mich mit meinem Handy ablenke oder oft viel zu viel Zeit mit diesem kleinen Gerät verbringe. Doch woran liegt es, dass wir zu Smartphone-Zombies werden und wie kann Achtsamkeit helfen, den Stecker zu ziehen?

Warum Handys süchtig machen

Grundsätzlich sind 2 Effekte daran beteiligt, dass unser Gehirn abhängig von unserem Smartphone bzw. von darauf installierten Apps oder sozialen Medien wird.

Zunächst lernen Menschen nach dem Prinzip der Belohnung. Sie entschiedet, welches Verhalten wir an den Tag legen, wie schnell wir es erlernen und wie stark es in uns verankert ist. Hier spielen sog. Verstärker eine wesentliche Rolle. Positive Verstärker fördern ein Verhalten, negative führen dazu, dass wir dieses Verhalten zukünftig lieber sein lassen. Je eindeutiger eine Handlung mit einer Belohnung verbunden ist, desto größer ist die Verstärkung.

Wenn wir nun ein Foto auf Instagram oder Facebook hochladen und dafür Likes bekommen, wertet unser Gehirn das als Belohnung und es freuen sich die gleichen Hirnareale wie bei Drogen oder Alkohol. Und leider haben sie bei häufiger Nutzung auch den gleichen Effekt, wir werden süchtig nach dieser Form der Belohnung. 

Der 2. Grund der uns zu Handy-Zombies macht, ist die angeborene Neugierde unseres Gehirns. Es liebt Informationen und nichts ist besser dafür geeignet diese Sucht zu stillen, also diese kleinen Geräte, die mittlerweile fast jeder von uns in der Tasche trägt. Wenn wir mal offline sind, dann entsteht das ungutes Gefühl, etwas zu verpassen und nicht präsent zu sein. Und das erzeugt bewusst oder unbewusst ein Gefühl der Angst in uns. Und da unser Gehirn Angst nicht optimal findet, zwingt es uns lieber dazu, nochmal auf das Display zu schauen, um diese Angst zu stillen.

Zusätzlich füttert das Handy die Neugierde unsers Gehirns, weil wir nie wirklich wissen, ob die nächste Nachricht positiv oder negativ ist. Gerade das macht es für unser Gehirn so unwiderstehlich. Egal wie die Nachricht auch ausfallen mag, sie besitzt immer den Reiz des Unbekannten.

Wie Achtsamkeit uns hilft, rechtzeitig den Stecker zu ziehen

Handy, Internet und sozialen Medien haben ganz klar ihre Vorteile. Aber wie fast alles im Leben macht auch hier die Dosis das Gift. Und genau aus diesem Grund passt auch der Begriff Digital Detox so gut, der mittlerweile nicht nur in der Achtsamkeit zu einer wesentlichen Übung geworden ist.

Übung hört sich hier im ersten Moment etwas befremdlich an, aber für viele ist es schon schwierig, für gerade mal 30min nicht auf ihr Handy zu schauen. Das bewusste Abschalten hat einen positiven Effekt auf unser Gehirn. Im Leerlauf, also wenn wir nicht wirklich etwas tun, kann unsere Schaltzentrale verarbeiten. Nur so können wir uns entwicklen. Das bewusste Ausschalten und die Konzentration auf das Hier und Jetzt sind somit elementar, damit wir uns selbst nicht fremd werden und ewig auf der Stelle stehen bleiben.

Achtsamkeit hilft uns aber auch, uns der Abläufe in uns überhaupt bewusst zu werden. Der sog. innere Beobachter schafft ein Verständnis dafür, welche Prozesse in uns Ablaufen. Und genau dieses Verständnis hilft uns dabei, unser Verhalten nachhaltig zu ändern.

Namaste 🙏

Melanie

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