Achtsamkeit unsere angeborene Geheimwaffe gegen Angst

25/05/2020Melanie0
Blog Achtsamkeit Angst

Hallo ihr Lieben,

gerade in Zeiten von Corona, wo keiner richtig einschätzen kann, wie unsere Welt zukünftig funktionieren wird, ist das Thema Angst noch viel stärker in unseren Köpfen verankert, als je zuvor. Ob Zukunftsangst, Angst etwas falsch zu machen, Angst zu sterben oder Angst vor der Angst. Angst ist allgegenwärtig und doch ist es eine Illusion, ein Konstrukt unserer eigenen Gedanken.

Jeder hat schon einmal in irgendeiner Form in seinem Leben Angst gespührt. Der eine mehr, der andere weniger. Das liegt daran, dass man bei Angst zunächst unterscheidet, ob es sich um eine Persönlichkeitseigenschaft handelt oder um einen vorübergehenden emotionalen Zustand. Im ersten Fall bin ich eher der ängstliche Typ und habe bereits eine genetische Veranlagung stärker auf Angst anzuspringen als andere. Im zweiten Fall habe ich z.B. nur in einer bestimmten Situation Angst, etwa Angst vor dem Fliegen.

In beiden Fällen entsteht Angst in unserem Kopf. Und in beiden Fällen gibt es ein natürliches Heilmittel, welches in uns allen schlummert. Angst ist ein Konstrukt unserer Gedanken über ein Ereignis der Zukunft, was mit einem negativem Erlebnis aus der Vergangenheit verknüpft wird. Sendet das Gehirn Gedanken, die Gefahr melden, ist die Antwort unseres Körpers das Gefühl der Angst. Dies ruft neue negative Gedanken hervor und erzeugt wiederum immer stärkere Gefühle der Angst. Manchmal bis zur Ohnmacht, weil man es nicht schafft, sich aus dieser Spirale zu befreien. Das blöde ist, dass Gehirn und Körper es sich gern einfach machen, so dass auf einen bestimmten Gedanken automatisch die Gefühlsreaktion Angst folgt. Und oftmals schleichen sich so unbewusst und unbemerkt immer mehr Ängste in unseren Alltag. Das Gefühl der Angst mühsam antrainiert über viele Jahre. 

Doch alles was man sich antrainiert, kann man sich auch wieder abtrainieren. Die Fähigkeit, uns selbst zu regulieren, ist uns allen angeboren. Jeder verfügt über alle Ressourcen, die man braucht, um auf seine inneren Gefühle positiv Einfluss zu nehmen. Man nennt diese Fähigkeit Achtsamkeit. 

Achtsamkeit erleichtert uns, Angst in eine positive Richtung zu lenken. Achtsamkeit verbessert unsere Selbstkontrolle. So können wir uns durch Achtsamkeit besser fokussieren. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Dinge fokussieren und lernen so auch, andere Dinge auszublenden. Im Hier und Jetzt können Ängste nicht entstehen. Im gegenwärtigen Moment sind wir frei von Ängsten, Sorgen oder Problemen. 

In der Achtsamkeit lernt man, sich von seinen eigenen angsterzeugenden Gedanken zu distanzieren. Es sind zwar deine Gedanken, aber das bist nicht du. Man hat Angst, aber man ist nicht die Angst. Man nimmt die Gedanken, Gefühle und Emotionen an und lässt sie ziehen, wie Wolken am Himmel. In dem Moment, wo ich die Angst wahrnehme und sie annehme, lässt sie von allein nach. Wenn wir unsere Gedanken ziehen lassen, haben sie auch keine Chance, neue negative Gefühle zu erzeugen. Man beginnt sich selbst zu beobachten und ist so nicht mehr nur eine ausführende Maschine, gesteuert von seinen eigenen Gedanken. Man nimmt die Zügel wieder selbst in die Hand.

Neurowissenschaftlich kann man die Wirkung der Achtsamkeit auf unser Angstempfinden dahingehend belegen, dass regelmäßiges Achtsamkeitstraining zu einer Veränderung unserer Gehirnstruktur führt. Hierbei kommt es u.a. zu einer Verringerung der Größe unseres Angstzentrums, der Amydala bei gleichzeitiger Stärken von Gehirnarealen, die für Widerstandsfähigkeit und Resilienz verantwortlich sind. 

Viel Spaß beim Training 🦾

Namaste 🙏

Melanie 

PS: wenn du keinen Beitrag mehr verpassen möchtest, melde dich hier zum Newsletter an.

Hinterlasse einen Kommentar

Anmelden

Registrierung

Du bist bereits registriert?

Passwort vergessen?

Gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse ein. Du erhältst per E-Mail einen Link zum Erstellen eines neuen Passworts.